KONZEPT

WARSCHAUER ARCHITEKTURGESPRÄCHE III


STADT IM ALTER – Wohnen in einer alternden Gesellschaft

 

GENESE

In den kommenden Jahren haben kommt es zu einem demographischen Wandel der Gesellschaft
in Europa, was Anlas gibt die Ansätze für Wohnarchitektur zu überdenken. Der Wandel betrifft bereits heute Deutschland, in nicht langer Zeit wird er auch Polen betreffen.

Sich verändernde Lebensmodelle, die zunehmende Mobilität junger Menschen und der wachsende Anteil berufstätiger Frauen führen zu einer steigenden Anzahl älterer Personen, die außerhalb der Familie
der Pflege bedürfen. Auch die zunehmend mehr älteren Menschen für die Barrierefreiheit unabdingbar ist, um solange wie möglich ihr gewohntes Lebensumfeld zu erhalten, verlangt nach strategischen Ansätzen und interdisziplinärer Zusammenarbeit vieler Berufsgruppen. Für diese Entwicklungen ist darüber hinaus ein steigendes Bewusstsein des demographischen Wandels in der Gesellschaft wichtig.

 

STATUS QUO

Die Länder mit einem fortgeschrittenen demographischen Wandel, wie die Schweiz oder Deutschland, haben in den letzten Jahren eine Vielzahl experimenteller Projekte im Wohnungsbau durchgeführt,
die z.B. Mehrgenerationenwohnen oder Seniorenwohnen zum Inhalt hatten. Wir betrachten
die Ergebnisse diesen Handelns und diskutieren die vorgeschlagenen Konzepte unter dem Gesichtspunkt ihres Modellcharakters und ihrer Übertragbarkeit.

Die Betrachtung ähnlicher für Senioren entstehender Objekte in Polen und die Diskussion zum Thema des Seniorenwohnens ist noch am Anfang. Bewegen wir uns in eine gute Richtung und stehen
die geplanten Investitionen im Wohnungsbausektor. darunter das im Jahre 2014 startende Wohnungsbauprogramm des Landes auf einem soliden Fundament? Wir werden überlegen welche Fehler es zu vermeiden gilt und wie wir schon heute für die Bedürfnisse von morgen Planen und Bauen können.

 

ANNAHMEN

Seniorenwohnen

Als Optionen sind u.a. bekannt zum einen das Alters- und Pflegeheim zum anderen die Wohnung,
die sich flexibel an die Bedürfnisse der kommenden Lebensabschnitte anpasst, Welche Lösungen werden es in Zukunft häufiger sein und welche architektonischen Lösungen können ein Verbleiben
in den eigenen vier Wänden ermöglichen. (z.B. multifunktionale Räume, Wohngemeinschaften. Gemeinschafts- und Kommunikationsräume). Wir betrachten innovative Herangehensweisen bezüglich des Umbaus bestehender Wohnungen zu barrierefreien Wohnungen und des Ausstattens
mit technischen Systemen in bisher nicht gekanntem Ausmaß (wie einem Gesundheitsassistenten).
Ist die Antwort eine Geronto-Architektur? Wie sollen die Außenräume mit der Wohnung verbunden sein, damit eine Aktivierung älterer Personen und ein alltäglicher Aufenthalt in Frei- und Grünflächen,
im Garten am Haus oder auf dem Balkon möglich ist?

Stadt für Alle

Die Anpassung der öffentlichen Infrastruktur, der Verkehrssysteme und die Sicherung des Zugangs zu Dienstleistungen für die älteren Menschen sind besonders wichtig um ihren bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten und die gesellschaftliche Inklusion zu sichern? Inwieweit können städtebauliche Strukturen den Erhalt sozialer Netzwerke fördern und der Einsamkeit in vier Wänden vorbeugen? Unsere Quartiere sollten nicht nur für Familien mit Kindern, für Senioren oder wohlhabende Singles gebaut werden, sondern sich an die Bedürfnisse aller Bewohner und jeden Alters anpassen. Sind die Lösungen dafür eher „Mehrgenerationenhäuser“ oder Senioren-Quartiere? Wir betrachten Pro und Kontra.